Die Idee im NDR

In den heiligen Hallen des norddeutschen Rundfunks, der zumindest gegenüber dem SWR noch einzelne Highlights zu bieten hat, hat sich eine junge Doktorandin eingeschlichen, die in ihrer Doktorarbeit verbotene Sätze schreibt:

  • Der neue Rundfunkbeitrag ist rechtlich als Steuer zu sehen
  • Werbung sorgt dafür, dass sich das Programm der öffentlich-rechtlichen Sender zu ehr an der Masse und den Privatsender orientiert
  • Ein/Eine Rundfunkgebühr/-beitrag/-steuer ist nur dann vertretbar, wenn das Programm sich von dem kommerzieller Sender unterscheidet
  • 7,6% des Radioprogramms (BR 2 und der Deutschlandfunk) sind Kulturprogramm – der Rest ist Format-Radio und ebenso schlecht wie das der privaten Konkurrenz

Im Fazit: Entweder ändert man was am  Programm der ARD oder verzichtet auf die Zwangsabgabe. [1]

 

Ich sehe schon die Rationalisierung und Umstrukturierungen vor mir: Anna Terschüren wird entlassen und dann kann man erstmals bei einem Musikfilm mit Yvonne Catterfeld entspannen.

JA! Es gibt endlich wieder einen deutschen Musikfilm! Und der ist so verdammt gut geworden, der läuft sogar im ZDF zur besten Sendezeit – donnerstags. Und man hat sich nicht lumpen lassen und Yvonne Catterfeld dafür gecastet! Was eine öffentlich-rechtlich-vergeigte Revolution.


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die PARTEI – auf dem Weg zur Macht

Ja, so ist die Welt, vor kurzem lachten wir noch über die Italiener, die “zwei Clowns” als Spitzenkandidaten wählten, und nun hat es in Lübeck die vom ehemaligen Titanic-Chefredakteur und Heute-Show-Korrespondenten Martin Sonneborn gegründete Partei die PARTEI in das Lübecker Parlament.

Der Besitzer eines Graffiti-Bedarf-Ladens hat drei zentrale Punkte im Wahlprogramm: Straßen, Schulen und Schulden. Straßen und Schulen will er sanieren, was er mit den Schulden vorhat weiß er noch nicht so genau – neben diesen sehr seriösen Wahlprogrammpunkten gibt es einige Langzeitprojekte wie das Verbot von Parteien mit dem Anfangsbuchstaben F oder die Errichtung einer Sonderwirtschaftszone in den neuen Bundesländern und das errichten einer Mauer, um diese Sonderwirtschaftszone angemessen von Deutschland abzugrenzen.

Was die PARTEI damit aussagen will? Wahlprogramme liest keiner – und daran halten auch nicht, also kann man darin schreiben, was man will.

Das Highlight der Wahl: Es gibt ein Patt zwischen Schwarz-Gelb und Rotgrün – und die PARTEI mit einem Sitz darf sich nun entscheiden – unterhaltsam ist die Reihenfolge der Koalitionsverhandlungen: Dienstag Piraten, Mittwoch die Linke und Samstag die SPD – Grüne und CDU haben sich bisher nicht gemeldet beim Entscheidungsträger mit 831 Wählerstimmen.

 

Ob diese Reihenfolge etwas über die Regierungsfraktion aussagt ist unklar, ebenso, wer endgültig an die Macht kommt (Schwarz-Gelb kann als unwahrscheinlich eingeschätzt werden, da die CDU kein Interesse an Koalitionsverhandlungen hat und die FDP ja laut Wahlprogramm verboten gehört – wobei – an Wahlprogramme hält sich ja keiner).

Auch spannend die Frage, ob dies ein Modell für die Bundestagswahlen ist – Linke, Piraten und PARTEI – oder ob das wie Grün-Rot in Baden Württemberg ein Phänomen einer Provinz bleibt.

 

Eines steht jedoch jetzt schon fest: Lübeck hat Humor – und kann sich jetzt auf Satire aus dem Parlament freuen.

PS: Das so etwas ein Mal passiert ist lustig – spannend wird die Frage, ob die PARTEI mir ihrem Konzept bis zur nächsten Wahl mehr Stimmen holen wird. Denn auch wenn weite Teile des Wahlprogramms purer Humbug sind – gegen die Sanierung von Schulen wird kaum ein Bürger etwas einzuwenden haben. Die Grenze zwischen Satire und Realität verschwimmen bei der PARTEI schon immer – jetzt mit einer Satirepartei in der Realpolitik wird sich dieser Effekt verstärken.

Symbolphoto vom PARTEI-Abgeordneten bei Zeit Online [1]


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Freiheit für die Ölkännchen

Gute Neuigkeiten von der Ölkannenfront in Brüssel! Auch in Zukunft dürfen Ölkännchen in Restaurants rumstehen, das ging aber schnell mit der Revolution.

Wirklich, wir haben so viele Probleme, aber sowohl EU wie auch Gegner haben noch Zeit für so etwas?  Vielleicht sollte man da den Staat doch ein wenig liberalisieren? Ich meine, wer braucht Politiker,  deren größte Leistung es war, gegen Ölkännchen in Restaurants vorzugehen?

Denen ist schon klar, dass es auch Billig-Öl in hübscher Verpackung zu kaufen gibt? Nein? Dann sollten wir diese Menschen schnell freistellen.


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Kimble im Sommerloch

Kim Schmitz, Kimble, Kim DotCom oder wie auch immer man den Australischen Clown aus Kiel nennen mag, immer für einen Spaß zu haben setzt seine Troll-Attacken, mit denen er offenbar das Rechtssystem der ganzen westlichen Welt ärgern möchte, fort und klagt nun erneut einige Verletzungen seiner Rechte an. Diesmal nicht im Bezug auf seine Verhaftung, sondern Patentverletzungen.

Der selbsternannte Hochbegabte und COD-König erhebt sich selbst zum Erfinder und Patenthalter der Idee einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, wie sie Google, Facebook und Twitter nutzen – und schafft es damit erneut Aufmerksamkeit zu generieren, die ein Genie seines Ausmaßes natürlich auch verdient.

 

Großartig, so etwas zu twittern, dann hat er bestimmt auch schon eine Patentklage eingereicht..? Nein? Aber er hat es vor..? Auch nicht? Warum interessieren die hohlen Phrasen des Megamannes dann irgendwen? Sommerlochjournalismus.


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Microsoft nutzt den Platz im Sommerloch

und präsentiert gleich am ersten Tag seinen neuen Media-PC welcher nun nicht mehr auf die PowerPC-Architektur setzt, sondern wie frühere Versionen von Windows auf x86 – das macht die Portierung für Windows-Spiele leichter, aber die Portierung anderer Konsolenspiele schwerer. Spannend auch, dass man Windows nun auch auch ARM (mehr oder minder) lauffähig machte und gleichzeitig bei der Konsole wieder verstärkt auf die Architektur der alten Verbündeten aus dem PC-Markt, Intel und AMD, setzt.

Highlight der neuen Konsole sind die endlosen Möglichkeiten, wie man mit der Xbox One seine kostbare Zeit vernichten kann:

Man kann Fernsehen, Filme anschauen, Musik hören, Chatten und im Internet surfen. Und zocken natürlich, aber wer macht das schon? Im Grunde präsentiert Microsoft uns einen besseren Apple-TV, BluRay-Player und ein kleines Upgrade für die Xbox, nur der Funktionsumfang erinnert mehr an einen vollwertigen Computer.

Richtig, für diesen Zweck hatte man mit Windows XP das Windows Media Center eingeführt, welches es bis Windows 7 jedem PC/Laptop ermöglichte genau diese Bedürfnisse zu erfüllen. Ironischerweise schiebt man das im Moment auf die Konsole ab, weshalb?

DRM

Wer auf einem PC fröhlich alles aus dem Internet laden kann, anschauen, lesen, nutzen, der ist hier auf die direkten, voraussichtlich kostenpflichtigen Angebote von Microsoft beschränkt. Derselbe Weg, den Apple mit iPhone und vor allem iPad geht, Computer mit beschränkter Freiheit zu erschaffen, wird hier fortgesetzt.

Meida-PCs waren eine Idee, die nun ausgereift ist. Wir sehen hier nicht die nächste Generation der Spielekonsole, nein, wir sehen hier die Evolution des Personal Computers hin zu einem proprietären System mit eng eingegrenztem Anwendungsbereich und unmündigem Nutzer.

Während Apple sich mit diesem Konzept seit 2001 (erster iPod) die Hosentasche eroberte, ist Microsoft nun angetreten, um das Wohnzimmer der Kunden zu erobern, und ich bin der festen Überzeugung, dass dies mit Erfolg gelingen wird, zumindest ist nicht zu erwarten, dass Sony mit seiner dritten Playstation-2-Auflage* irgendwelche Überraschungserfolge landen wird.

Gegentrend? In diesem Fall wirklich existent und zwar nicht als Nischenprodukt, sondern von einem anderen Schwergewicht im Bereich Online-Gaming-Netzwerke, Valve bietet Steam jetzt auch für den Fernseher und bald auch auf Linux-Systemen an – damit kann  sich jeder seinen eigenen  All-In-One- Media -PC basteln. Ebenfalls interessant  sind die Pläne für eine Android Spielekonsole, was jedoch irgendwie auch noch in den Kinderschuhen steckt und damit nicht recht vorankommt.

Oh und die Nutzer werden sich bestimmt wieder über das DRM und alles weitere aufregen, was es an Neuerungen gibt – und dann doch fleißig Spiele und Konsolen kaufen. Die Nutzer erhalten die Konsole, die sie verdienen, denn sie unternehmen exakt gar nichts gegen den Aktionismus der Konzerne zur digitalen Rechteminderung.  
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Neue Kategorie!

Guten Mittag meine Freunde,

ich habe gerade spontan beschlossen eine Neue Kategorie zur Sammlung der schönsten Erlebnisse mit “Der Cloud” festzuhalten.

In den Kategorien “The Cloud” und “Better have a Backup” und eventuell weiteren Unterkategorien werden in nächster Zeit die Highlights dessen, was naiven und vertrauensseligen Menschen passiert, wenn sie bedenkenlos beginnen die Cloud zu nutzen.

Und es geht schon heute los. Unser heutiger Fall begründet überhaupt diese Kategorie, obwohl das natürlich grundsätzlich nichts neues ist, nur wie umfassend der arme Kerl sich abhängig von einem globalen IT-Dienstleister machte, ohne auch nur eine Idee davon zu haben, welche Vertragsbedingungen zwischen ihm und dem Unternehmen bestanden.

the cloud Neue Kategorie!

This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 License and created by Randall Munroe and originally published on xkcd.com

Digitale Rechte Minderung (DRM) – Analog.

Ein Film online geliehen, den man nur 48 Stunden sehen kann? Ein E-Book gekauft, das nur auf Apple-Geräten lesbar ist?

Oder ein IKEA-Regalbrett, das neuerdings zu Teilen aus Plastik besteht, da die Kombination aus Holz und Metall zu widerstandsfähig war?

Sehen sie dazu das Video DRM CHAIR von Thibault Brevet auf Vimeo. Ich hatte es eingebunden, leider bindet Vimeo diverse Tracking-Skripte ein, die ich meinen Nutzern nun wirklich nicht antun möchte.