und präsentiert gleich am ersten Tag seinen neuen Media-PC welcher nun nicht mehr auf die PowerPC-Architektur setzt, sondern wie frühere Versionen von Windows auf x86 – das macht die Portierung für Windows-Spiele leichter, aber die Portierung anderer Konsolenspiele schwerer. Spannend auch, dass man Windows nun auch auch ARM (mehr oder minder) lauffähig machte und gleichzeitig bei der Konsole wieder verstärkt auf die Architektur der alten Verbündeten aus dem PC-Markt, Intel und AMD, setzt.
Highlight der neuen Konsole sind die endlosen Möglichkeiten, wie man mit der Xbox One seine kostbare Zeit vernichten kann:
Man kann Fernsehen, Filme anschauen, Musik hören, Chatten und im Internet surfen. Und zocken natürlich, aber wer macht das schon? Im Grunde präsentiert Microsoft uns einen besseren Apple-TV, BluRay-Player und ein kleines Upgrade für die Xbox, nur der Funktionsumfang erinnert mehr an einen vollwertigen Computer.
Richtig, für diesen Zweck hatte man mit Windows XP das Windows Media Center eingeführt, welches es bis Windows 7 jedem PC/Laptop ermöglichte genau diese Bedürfnisse zu erfüllen. Ironischerweise schiebt man das im Moment auf die Konsole ab, weshalb?
DRM
Wer auf einem PC fröhlich alles aus dem Internet laden kann, anschauen, lesen, nutzen, der ist hier auf die direkten, voraussichtlich kostenpflichtigen Angebote von Microsoft beschränkt. Derselbe Weg, den Apple mit iPhone und vor allem iPad geht, Computer mit beschränkter Freiheit zu erschaffen, wird hier fortgesetzt.
Meida-PCs waren eine Idee, die nun ausgereift ist. Wir sehen hier nicht die nächste Generation der Spielekonsole, nein, wir sehen hier die Evolution des Personal Computers hin zu einem proprietären System mit eng eingegrenztem Anwendungsbereich und unmündigem Nutzer.
Während Apple sich mit diesem Konzept seit 2001 (erster iPod) die Hosentasche eroberte, ist Microsoft nun angetreten, um das Wohnzimmer der Kunden zu erobern, und ich bin der festen Überzeugung, dass dies mit Erfolg gelingen wird, zumindest ist nicht zu erwarten, dass Sony mit seiner dritten Playstation-2-Auflage* irgendwelche Überraschungserfolge landen wird.
Gegentrend? In diesem Fall wirklich existent und zwar nicht als Nischenprodukt, sondern von einem anderen Schwergewicht im Bereich Online-Gaming-Netzwerke, Valve bietet Steam jetzt auch für den Fernseher und bald auch auf Linux-Systemen an – damit kann sich jeder seinen eigenen All-In-One- Media -PC basteln. Ebenfalls interessant sind die Pläne für eine Android Spielekonsole, was jedoch irgendwie auch noch in den Kinderschuhen steckt und damit nicht recht vorankommt.
Oh und die Nutzer werden sich bestimmt wieder über das DRM und alles weitere aufregen, was es an Neuerungen gibt – und dann doch fleißig Spiele und Konsolen kaufen. Die Nutzer erhalten die Konsole, die sie verdienen, denn sie unternehmen exakt gar nichts gegen den Aktionismus der Konzerne zur digitalen Rechteminderung. Continue reading …